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| Hawaiianische Lebensfreude mit Tänzen und
kulinarischen Köstlichkeiten durchpulste das Hula-Fest von Gabriele
Streuer alias "Kalehua" (links) in der
Bodmaner Obsthalle. Bild: Rieger |
Aus nah und fern waren die Besucher durch die verhangenen
Herbstnebel zur Bodmaner Obsthalle gereist um dort zusammen mit der
Wahl-Hohenfelser Hula-Meisterin Gabriele Streuer - alias "Kalehua"
- das erste "Hula-Fest am See" zu feiern (wir
berichteten).
"Hula" heisst "überfliessende Sonnenenergie"
und steht für die lebensfrohe Kultur der Südseeinseln.
Entsprechend herzlich wurde jeder einzelne der etwa 150 Mitfeiernden
mit einem exotischen Drink willkommengeheissen und mit einer bunten
(Kunst)-Blumenkette geschmückt.
"Eine Muschel liegt im Sand und glitzert in der Sonne. Ich
mach dir einen Blumenlei, den du tragen darfst", kündigte
Kalehua in vollendeter tänzerischer Performance vor dem
Kulissenbild einer malerischen Hawaiilandschaft mit echten und
gemalten Palmen, während am Buffet zwischen Kokosnüssen, Melonen
und Ananas hawaiianische Köstlichkeiten in silbernen Tigeln über
Spiritusflammen schmurgelten.
"Mit den schönen Hula-Händen, die aussehen wie Möwen, die
über den Ozean gleiten, erzähle ich euch Geschichten", kündigte
Kalehua weiter an und machte tanzend mit dem Sinn des Lebens der
Hawaiianer vertraut. Den musikalischen Hintergrund lieferte auf ihrem
folkloristischem Instrumentarium das hawaiibegeisterte Duo. Sanft
fließend und unisono harmonisch wie bei Kalehua waren später auch
die aus den Hüften kommenden Bewegungen ihrer farbig gekleideten
Tanzschülerinnen, während ihre Hände in dynamischer Aktion zu den
leisen, sehnsuchtsvollen Klängen das glückselige "oha"
formulierten. Mit der Vision von Fischern und Fischerinnen, die in
einer romantischen Bucht am Meer ihre prall gefüllten Netze
einholen und aus Freude darüber ein Fest feiern, wurden die Gäste
von ihren Tischreihen auf die Bühne gelockt. Nicht paarweise,
sondern barfuss mehrreihig nebeneinander ertanzten sie sich mit
Kalehua vergnügt ihr harmonisch fließendes Lebensglück, das kurz
darauf in den Run ans Buffet mündete.
Lomi Lomi Salmon, Kalua-Pig und Huli Huli Chicken, verzehrt auf
mit Palmblättern geschmücktem Linnen, mundete köstlich und die
Stimmung unter den Gästen, unter jungen Leuten und Senioren auch
einige Kinder, war heiter und gelöst. "Ich mach schon fünf
Jahre orientalischen Tanz und hab gedacht, jetzt mach ich noch einen
Hula-Kurs", erklärt die nette Lohnbuchhalterin aus Neuhausen
ihr Dabeisein. Der Mann mit Nickelbrille und gelbem Rock ist
Physiker, kommt aus München und schüttelt beim Fest die Cocktails
zwischen eigenem Amüsement.
Bald ist das Essen alle, zum Kummer der Baslerin, die, obwohl
schon bezahlt, nichts fleischliches auf ihren Teller laden kann.
Dass das Essen ein wenig knapp bemessen war, gilt als einziges Manko
beim ansonsten rundum gelungenen Hula Fest, das bis in die frühen
Morgenstunden durchpulst ist von Hawaiianischer Lebensart: da freuen
Hula-Tänze zum Zugucken oder mittanzen genauso wie die Vorführung
der "hawaiianischen Tempelmassage" staunen lässt.
Und wer dabei war, weiß Dank des Hawaii-Vortrags über die
Legenden und alten Götter, dass die Hawaiianer neben dem einen
Gott, der die Welt erschuf, mehreren Neben-Göttern huldigen. Wie
zum Beispiel der Vulkan-Göttin Pele, von der eine Hawaii-Kennerin
berichtete, dass sie das Land gleichermaßen schaffe wie auch
verschlinge und dabei auch als Göttin der Leidenschaft verehrt
wird.
Gabi Rieger
Mehr Hula im Netz:
www.hawaiian-hula.com
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