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Ausbildungs-Lehrgänge zum Diplom Hula-Tanz-Trainer

-->>> Samstag, 21.06. - Freitag, 27.06.2008 -
-->>> Sonntag, 28.09. - Samstag, 04.10.2008
-->>> Sonntag, 16.11. - Samstag, 22.11.2008 - 
letzter Workshop in 2008

Auf dieser Seite möchten wir einmal ganz intensiv auf diese in Europa bislang einzigartige Hula-Tänzer-Ausbildung, deren Entstehungsgeschichte und deren Ablauf eingehen sowie viele Fragen beantworten, die im Laufe der Zeit an uns herangetragen wurden.

Gabriele Kalehua (Vordergrund) bei der Hula Kahiko-Ausbildung mit Ihrer Kumu Hula Meleana 
auf Big Island / Hawaii

Die Hula-Trainer-Ausbildung wurde komplett von Gabriele Kalehua, Deiner Hula-Lehrerin, konzipiert und praktisch umgesetzt. Dabei greift sie auf ihre eigene umfassende, mehrjährige Ausbildung zur Hula-Lehrerin auf Hawaii zurück und verbindet die verschiedenen Ausbildungsstile ihrer hawaiianischen Hula-Lehrer (kumu hula) zu einem für unseren Kulturkreis und unsere Breitengrade bestens geeigneten Hula-Trainer-Konzept.
Seit 2001 reist Gabriele Kalehua jährlich regelmäßig nach Hawaii (Oahu, Big Island, Maui, Kauai) zu ihren verschiedenen Hula-Meistern und verbringt dort viele Wochen für ihre eigene Aus- und Fortbildung im hawaiianischen Hula-Tanz. 

Auf Hawaii haben die Hula-Schüler sehr viel Zeit zum Erlernen der Hula-Tanzschritte und der Choreografie. Nahezu in jedem kleineren Ort gibt es Hulaschulen. Die Hulaschüler treffen sich ein- bis zweimal die Woche für jeweils maximal 2 Stunden und erlernen im typisch südsee-langsamen, jedoch genießerischen Tempo die Hula-Tänze; ihr ureigenstes Kulturgut.
Dabei wird viel gelacht und gescherzt - jedoch immer dem schwächeren Schüler geholfen. Schon die ganz kleinen Hula-Kids lernen spielerisch, sich nie über einem Mitschüler zu erheben und immer zu helfen. Nach dem Hula-Unterricht wird oft und gerne noch zusammengesessen und sich unterhalten oder gesungen. So ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass ein halbes Jahr vergeht, bevor eine neue Hula-Choreografie sitzt. Undenkbar für uns "atemlose" Europäer, so lange auf die Vollendung einer Hula-Choreografie warten zu müssen. Die Hawaiianer bezeichnen uns deshalb nicht ganz zu Unrecht als "haoles" (Menschen ohne Atem), denn richtig Zeit haben wir eigentlich nie für irgendwas. 
Die Hawaiianer kannten keine Schriftsprache, bis Anfang des 19. Jahrhunderts die Missionare kamen und versuchten, die gesprochene und gesungene Sprache in Buchstaben umzusetzen. Tradition war und ist auch heute noch bei den Hawaiianern, dass das kulturelle Erbe der Polynesier und hier insbesondere der heilige Hula-Tanz mündlich weiter gegeben wird. Gabriele Kalehua hat es in all den Jahren ihrer Hula-Ausbildung kein einziges Mal erlebt, dass ihr fundierte schriftliche Unterlagen zu den Choreografien ausgehändigt wurden. 

So hat Gabriele Kalehua eifrig unendlich viele Notizen gemacht und die gelernten Choreografien auf Video festgehalten. Hawaii liegt am anderen Ende der Welt - von uns aus gesehen. Über 20 Stunden reine Flugzeit bis nach Honolulu, 12 Stunden Zeitunterschied. Man kann nicht immer dort sein. Eigentlich viel zu wenig Zeit. Gabriele kompensiert dies durch intensiven schriftlichen Kontakt mit ihren kumu hula, sie schickt ihre erlernten Choreografien als DVD nach Hawaii. Ihre Hula-Meister korrigieren, geben Hinweise, Tipps und freuen sich auf das nächste persönliche Wiedersehen.

Gabriele Kalehua mit der 86-jährigen Hawaii-Legende Genoa Keawe im Marriot-Hotel in Waikiki / Honolulu

Gabriele Kalehua ist auf Hawaii, insbesondere in Waikiki, in Kailua-Kona und in Hilo bei den hawaiianischen Musikern und Hula-Größen als "German Hula-Teacher" sehr bekannt. Sie wird dort als "kumu hula" (Hula-Meister) angesehen, nicht zuletzt ausdrücklich und öffentlich als solche vorgestellt von der Grande Dame der hawaiianischen Musik, der 86-jährigen Hawaiian-Falsett-Legende Genoa Keawe. 

Jedoch aus Achtung und Respekt vor der hawaiianischen Kultur und im tiefen Verständnis dafür, dass der hawaiianische Hula-Tanz einzig und alleine den Hawaiianern gebührt und wir nur die große Ehre und Freude haben, diesen so wunderschönen Volkstanz erlernen und tanzen oder wie Gabriele Kalehua diesen auch unterrichten zu dürfen, möchte sie die Bezeichnung "kumu hula" nicht für sich in Anspruch nehmen. Aus diesem Grunde bezeichnet sie sich selber als "ke po'o" (wörtlich: "der Kopf") bzw. als Hula-Lehrerin.

Wer auf Hawaii den Hula lernt oder die traditionelle Ausbildung zur Hula-Lehrerin absolviert und in Prüfungen abschließt, bekommt keine Prüfungsurkunde oder ein Diplom ausgehändigt. Das Wort des Hula-Meisters alleine zählt, dass man nun soweit ist.
Hier in Deutschland undenkbar - ohne schriftliches Zertifikat nach einer Prüfung oder Workshop-Teilnahme nach Hause zu kommen. Es ist nicht so sehr die Befriedigung des eigenen Egos, sondern die historischen Zwänge unserer westlichen Gesellschaft, immer auch durch Zertifikate beweisen zu müssen, das man irgendetwas auch kann. Auf Hawaii beweisen die Menschen ihr Können einfach durch ihr Tun. 

Bei allen diesen kulturellen Unterschieden ist jedoch die übergroße Freude und die tiefe spirituelle Erfahrung beim hula tanzen gerade für uns "kopfgesteuerte" und oft überzivilisierte Europäer die allerwichtigste Botschaft. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir die tiefempfundene, bedingungslose Liebe, den Frieden, das Heilende und das Nährende, welches auch durch den Hula-Tanz wachsen und gedeihen kann. Wissenschaftler haben nun nachweislich festgestellt, was die Polynesier immer schon wussten: Durch den Hula-Tanz werden jede Menge Glückshormone ausgeschüttet. Die Alltags-Herausforderungen treten zurück und machen Platz für ein unbeschreiblich wohliges, rundum stimmiges Harmonie-Gefühl.

Gabriele Kalehua hat die Botschaft der hawaiianischen Kahunas (Schamanen) verstanden, die ihr persönlich sagten, dass sie und alle, die die hawaiianische Kultur fördern und verbreiten, wichtige Brücken seien zwischen Europa und dem pazifischen Raum, in dem einst der legendäre Riesen-Kontinent "Lemuria" beheimatet gewesen sein soll.

So hat sie den original hawaiianischen Hula-Tanz als eine der ersten deutschsprachigen Hula-Lehrerinnen nach Europa gebracht und die Ausbildungsinhalte den europäischen Befindlichkeiten angepasst. Es ist somit lediglich ein Zugeständnis an unseren abendländischen Kulturkreis, dass schriftliche Unterlagen und Teilnahmezertifikate bis hin zu Abschluss-Diplomen zur Verfügung gestellt werden.

Gabriele Kalehua ist - in Absprache mit ihren kumu hula auf Hawaii - sogar noch einige Schritte weiter gegangen und hat ein in der Qualität, im Umfang als auch in der Auswahl der medialen Mittel bis heute unerreichtes und hochwertiges Ausbildungsmaterial für ihre "Profi-Schüler" zusammengestellt.

Wichtig auch zu wissen, dass wir uns ganz bewusst für die kleine Intensivgruppe entschieden haben. 
Der Profi-Hula-Workshop findet bereits mit 3 Teilnehmer/innen statt. Maximal werden jedoch nur 10 Teilnehmer pro Workshop zugelassen, um eine höchstmögliche Effektivität der Hula-Ausbildung zu gewährleisten. 

Jeder Teilnehmer der Profi-Hula-Ausbildungsreihe vom 1. Grad bis zum 5. Grad, die jeweils eine Woche dauert, erhält neben der authentischen, abwechslungsreichen und lebendigen Ausbildung eine Fülle an wertvollem Unterrichtsbegleitmaterial.

Da wären zunächst zu nennen die durchgehend farbigen schriftlichen Choreografie-Anleitungen zu den Hula-Tänzen mit kompletter Übersetzung in deutscher Sprache. Auch erfährt der Workshop-Teilnehmer in diesen schriftlichen Unterlagen alles Wissenswerte zu den Komponisten, zur Entstehungsgeschichte  und zu den bekanntesten Interpreten des Songs. Weitere schriftliche Unterlagen zur hawaiianischen Kultur runden die "Arbeitspapiere", die in einem großen weißen Ringordner mit persönlichem Namenseindruck überreicht werden, ab. 

Wir haben mittlerweile  vier Hawaii-Musik-CDs produziert, die auch und insbesondere zum für uns selbstverständlichen Unterrichtsmaterial dazu gehören. Je nach Kursinhalt der ausgewählten Hula-Choreografien werden die entsprechenden Hawaii-CD's zu Beginn der Ausbildung mit überreicht, damit der Schüler während der Ausbildungswoche auch Gelegenheit hat, mit der originalen Hawaii-Musik zu trainieren. So erhalten z.B. die Teilnehmer der 1. Profi-Grad-Ausbildung die beiden Hawaii-Musik-CD's "Kalehua's Special from Hawaii, Vol. 1 und Vol. 2" ausgehändigt. Natürlich sind diese CD's in der Kursgebühr enthalten. Darüber hinaus - ebenfalls kostenlos - erhält jeder Profi-1-Teilnehmer den autobiografischen Roman "Hula, Engel und Hawaii" sowie das Hula-Lernvideo für Einsteiger als DVD ausgehändigt.

Nicht genug damit. Am Ende der Ausbildung, zu deren Ablauf wir etwas weiter unten noch ausführlicher eingehen, erhält jeder Teilnehmer als quasi "Langzeitgedächtnis" eine Trainings-DVD ausgehändigt, die alle erlernten Tänze beinhalten. Gabriele Kalehua zeigt auf dieser DVD alle Choreografien in voller Länge. Sie steht dabei vor einem großen Wandspiegel, so dass der Betrachter sich nur noch vor dem Fernseher aufstellen muss, die DVD in den Recorder einlegt und dann ganz einfach direkt vor dem Fernseher mittanzen kann. Dabei sieht der Betrachter Gabriele Kalehua so, als wenn er schräg hinter ihr stehen würde. Er sieht sie gleichzeitig von hinten und durch den Spiegel auch von vorne. So braucht der Hula-Tänzer nur einfach genau in die Richtung mitzutanzen, die im Fernseher vorgegeben wird. Ein mühseliges Aufstellen eines Spiegels gegenüber dem Fernseher und das spiegelverkehrte, gewöhnungsbedürftige Mittanzen entfällt so gänzlich.

Diese "Trainings-DVD" ist aufgrund unserer praktischen Erfahrungen entstanden. Denn der Unterrichtsstoff mit bis zu 7 unterschiedlichen Hula-Choreografien - konzentriert auf jeweils eine Woche - muss sich erst nach der Ausbildungswoche festigen durch ständiges Training. Und da ist eine begleitende Trainings-DVD "Gold" wert, da sich einschleichende Flüchtigkeitsfehler sofort am "Original" erkannt und korrigiert werden können.

Im ersten Profi-Hula-Workshop werden insgesamt 7 Choreografien gelernt. Alle Hula-Tänze sind auf Hawaii sehr bekannt und teilweise "Gassenhauer". Wer diese Songs tänzerisch beherrscht, kann überall auf Hawaii in den Bars, Außenterrassen und Hotels, überall dort, wo hawaiianische Musik live gespielt wird, als Gast-Hula-Tänzer/in auftreten. So befindet sich u.a. der im gesamten pazifischen Raum bekannte und äußerst beliebte "Puamana" im Repertoire. Sogar auf Neuseeland bei den Maoris ist "Puamana" bekannt. 
Gerade in diesem Punkt fragen manche Teilnehmer/innen öfters nach, warum ausgerechnet diese sieben Songs aus der unendlichen Vielfalt der Hawaii-Lieder ausgewählt wurden. Wenn diese Schülerinnen anschließend auf Hawaii waren und zurückkommen, hat sich diese Frage von selbst beantwortet. Alle Songs sind sehr bekannt und werden in unzähligen Variationen gesungen, aber auch getanzt. Es ist kein Zufall, dass genau diese Songs ausgesucht wurden, sondern das Ergebnis der Insider-Kenntnisse an Ort und Stelle. Im ersten Profi-Workshop werden selbstverständlich leichte Hula-Choreografien vermittelt. Der tänzerische Anspruch an die Hula-Choreografie steigt dann langsam mit dem entsprechenden Ausbildungs-Level.

Es gibt heute im Hula-Tanz im Wesentlichen zwei große Hauptrichtungen. Zum einen den uralten hula kahiko sowie den moderneren hula auana (siehe hierzu auch die Geschichte des Hulas). Im Profi-1-er Workshop wird vornehmlich der moderne hula auana Stil unterrichtet. Ein hula kahiko (Kawika) wird ebenfalls unterrichtet. Auch in den nachfolgenden Ausbildungs-Levels liegt der Schwerpunkt auf hula auana. Jedoch werden weitere kahikos mit höherem Schwierigkeitsgrad sowie der Einsatz der hula implements in den höheren Ausbildungsgraden unterrichtet.

Warum - fragen viele interessierte Teilnehmerinnen, die den erdigen und rhythmisch ausgeprägteren Tanzstil lieben - werden nicht mehr kahikos unterrichtet? Nun, die Antwort ist - wie immer - vielschichtig.

Zum einen erlernen auch auf Hawaii die Hulaschüler über viele Jahre hinweg zunächst nur den hula auana. Erst, wenn sie diesen beherrschen, werden sie an den uralten, heiligen hula kahiko herangeführt. Denn mit dem hula kahiko-Tanz sollte der Schüler auch den hawaiianischen Sprechgesang (Chant) beherrschen, verstehen und auch singen können. 
Damit würden wir  - bei allem Verständnis für die Vorliebe von harten, beat-artigen Rhythmen - den Anfänger-Hulaschüler hier im Westen zunächst schlichtweg überfordern. Deshalb geht Gabriele Kalehua hier sehr behutsam vor. 
Zum anderen werden Hula-Tänzer/innen, die die Gelegenheit haben, nach Hawaii zu fliegen, dort kaum den echten, alten, heiligen hula kahiko in öffentlichen, touristischen Vorführungen zu sehen bekommen, geschweige denn, diesen dort tanzen dürfen. Der hula kahiko ist - gottseidank - immer noch ein sehr traditionelles, oft nur den Hawaiianern vorbehaltenes tänzerisches Ausdrucksmittel. Wir respektieren dies in unseren Workshops und geben gerade bei den kahiko-Tänzen entsprechend umfangreiches, hawaiianisches Hintergrundwissen zum Inhalt des Chants mit an die Hand.

Wie sieht der Ablauf einer einwöchigen Hula-Profi-Ausbildung aus?

Am ersten Tag  findet  von 09.30 Uhr bis 16.30 Uhr ein vorgeschalteter Hawaii-Special-Day statt, der für die Profi-Schüler im Preis mit eingeschlossen ist. An diesem eintägigen Special-Workshop, der schon zum äußerst beliebten Standardprogramm gehört, wird viel über die Kahuna-Philosophie erzählt, wir lernen das äußerst effektive hawaiianische Heilatmen kennen, wir singen gemeinsam hawaiianische Lieder, es wird spielerisch hula getanzt und ein Schwerpunkt ist Kalana Hula, der hawaiianische Energie-Tanz nach Serge Kahili King. Der Hawaii-Special-Day ist immer eine hervorragende Abrundung zum sich daran anschließenden Profi-Workshop und eine tolle Einstimmung auf die hawaiianische Kultur. 

Gegen 16:30 Uhr verabschieden wir uns von den Nur-Teilnehmern des Hawaii-Special-Days und wir bleiben für eine weitere Stunde zusammen. Nun machen sich die Teilnehmer untereinander bekannt und erzählen, mit welchen Zielen und Wünschen sie zu diesem Workshop angereist sind. Gabriele Kalehua stellt sich vor, erläutert den Ablauf der Ausbildungswoche und gibt die kompletten Unterrichts-Unterlagen aus. 

Am nächsten Tag geht's pünktlich um 09.30 Uhr weiter - Lockerungsübungen zu sanfter Hawaii-Musik begrüßen den neuen Tag. Die erste leichte Hula-Choreografie wird häppchenweise eingeübt, die Zeit vergeht wie im Fluge und schon ist es Zeit für eine größere Pause. Die Mittagspause beträgt 60 Minuten.

 

Nach der Pause geht's weiter bis 15.30 Uhr und schon sitzt die erste, leichte Hula-Choreografie. Wenn schönes Wetter ist, lockt dann der Bodensee mit seinen schönen Uferpromenaden und vielen Cafe's und Restaurants zum Flanieren, Gedanken sammeln; die neuen Eindrücke ordnen. Viele überaus lohnenswerte Ferienziele wie die Insel Mainau, Meersburg oder der nahe Kurort Überlingen (ca. 12 km von Stockach entfernt) warten darauf, entdeckt zu werden. Manche Hula-Schüler nutzen dann vor der verdienten Nachtruhe noch einmal die Gelegenheit zum Festigen der erlernten Choreografie. Deshalb ist es sinnvoll, zum Workshop einen kleinen CD-Player mit Lautsprecherboxen mitzubringen. Die Hawaii-CD's wurden ja bereits zu Beginn des Workshops ausgehändigt, so dass man gleich hemmungslos üben, aber auch mit den einschmeichelnden Südsee-Melodien sanft entschlummern kann.

Die folgenden Tage sind vom Ablauf her gleich, jedoch am vierten Tag heißt es: durchatmen und relaxen. Denn dann ist nur vormittags Hulatanz-Unterricht, am Nachmittag nach der Pause dürfen dann die Beine hochgelegt werden. Keo Lanakila verbringt mit Euch den Nachmittag und steht Rede und Antwort für die vielen Fragen rund um die Themen Prüfungsvorbereitung, Hawaii sowie Hula-Marketing. Denn viele der teilnehmenden Profi-Schüler möchten nach der Ausbildung selbst gerne den Hula unterrichten und benötigen Tipps und Empfehlungen bezüglich der Werbung, der Öffentlichkeitsarbeit, wie man auf sich und sein Hula-Tanz-Angebot aufmerksam machen kann, viele Fragen zum Thema Internet und Hula-Homepage, aber auch Fragen zur hawaiianischen Kultur. Keo Lanakila zeichnet auch für diese Homepage www.hawaiian-hula.com verantwortlich, ist Betriebswirt mit Schwerpunkt Marketing, Künstler und Lektor für landeskundliche und kulturelle Vorträge, insbesondere über den Pazifik. Er produziert Reise-Videos und hat auch diese Aloha-News geschrieben. Zur Abrundung des kurzweiligen Informations-Nachmittages wird ein Film über Hawaii und ein Hula-Tanz-Film gezeigt. Und man sieht, mit welcher Freude, Leichtigkeit und Lockerheit der echte "Straßen"-Hula auf Hawaii getanzt wird. 

Am Vormittag des letzten Tages, des großen Prüfungstages, werden dann alle gelernten Tänze nochmals gemeinsam getanzt, "Finetuning" vorgenommen. Die Generalprobe schließt mit einem gemeinsamen hawaiianischen Gebet ab. 

Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt haben die Teilnehmer für sich entschieden, ob sie an der Abschlussprüfung teilnehmen möchten. Denn die Prüfung ist selbstverständlich freiwillig. Falls die Prüfung für sie nicht so wichtig sein sollte und sie deshalb nicht daran teilnehmen möchten, dann erhalten sie in jedem Falle ein hochwertiges Teilnahme-Zertifikat ausgehändigt. Unser Grundsatz lautet, dass Hula-Tanzen Spaß machen soll. Niemand darf sich zu irgendetwas gezwungen fühlen. 

Dann heißt es, sich umziehen, fein machen für das große Foto-Shooting. Mitgebrachte Hula-Kleider, Pareos, Blütenschmuck und viele weitere Accessoires werden kunstvoll angebracht - und dann hagelt aus vielen Fotoapparaten ein Blitzlichtgewitter auf die Prüflinge nieder (siehe weiter oben zu Beginn dieses Artikels das große Foto). 
Noch eine letzte Stärkung und dann beginnen die Abschlussprüfungen, die pro Teilnehmer rund 30 Minuten betragen. Die Prüfung beginnt im Profi-1-er-Workshop mit einer zehnminütigen Lehrprobe. Schließlich wollen wir wissen, ob die Choreografien nicht nur getanzt, sondern auch vermittelt werden können. Die restlichen Teilnehmer bilden dann die Schülergruppe des Prüflings. So ist es sehr viel leichter, denn man schaut in vertraute, aufmunternde Gesichter, die mitfiebern.
Danach werden die einzelnen Choreografien alleine vorgetanzt in der vom Prüfling gewünschten Reihenfolge.

Alle anderen sitzen am Rande dabei und tanzen im Geiste mit; manch verstohlene Geste, zuckende Hula-Hands, vielsagende Blicke, aufmunterndes Lächeln, lautlos geformte Regieanweisungen: Alles Ausdruck des Mitfühlens, Mitfieberns, Mitaufgeregtseins.

Übrigens: Die bislang älteste Teilnehmerin dieser Ausbildungsreihe ist 58 Jahre alt und hat die Prüfungen mit Bravour bestanden. Sie unterrichtet heute bereits an Ihrem Wohnort erfolgreich ihre eigenen Hula-Tanz-Gruppen.

Warum überhaupt eine Abschluss-Prüfung, warum ist ein Diplom so wichtig? Welchen Wert hat das Diplom? Alles berechtigte Fragen, überraschenderweise oft nur von den mitreisenden Partnern am Begrüßungsabend gestellt. Nun - eine Abschluss-Prüfung ist ein Höhepunkt, auf den man hin arbeitet. Sie stellt zugleich ein zu erreichendes Ziel dar, welches man erreichen will. Fehlt dieser Anreiz, diese Herausforderung, dann ist die ganze Ausbildung irgendwie weniger Wert. Man weiß nicht - wo man steht - man möchte sich vergleichen können - aber noch viel wichtiger: Man möchte seine eigenen Grenzen sprengen, seine Komfortzone erweitern - man möchte von sich sagen wollen: alles ist machbar - auch dieses Ziel habe ich erreicht - auch dieser Herausforderung habe ich mich gestellt. Ich bin wieder ein kleines, erfolgreiches Stück meines persönlichen Lebensweges gegangen.

Diese Motivation ist die ganz ureigenste Begründung für das, was man als Herausforderung ansieht. Manchmal kommt am Anfang der Ausbildungswoche ein Teilnehmer zu uns und sagt im vollen Brustton der Überzeugung, dass er am Ende der Woche die Prüfung nicht machen will. O.K., sagen wir, das ist Deine freie Entscheidung. Fühle Dich einfach nur wohl. Am letzten Tag, wenn die Gruppe zusammengewachsen ist als All-Eins, dann kommt dieser Teilnehmer auf uns zu und sagt wiederum im Brustton seiner Überzeugung, dass er sich der Prüfung sehr gerne stellen will. Schließlich stehen die Chancen ja 50 zu 50. - Und falls es nicht direkt klappt kann die Prüfung kostenlos zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Wie gesagt, der Wert eines Diploms bemisst sich immer an der Wertigkeit dessen, welchen Stellenwert ihm der Inhaber dieses Diploms selber zugesteht. Das ist die innere Ansicht einer Wertigkeit.

Eine andere Wertigkeit bekommt das Diplom durch die Welt, in der wir leben. Solltest Du vorhaben, in einer Volkshochschule, einem kulturellen Verein oder zum Beispiel für eine Tanzschule oder ein Fitness-Center Hula-Tanz-Unterricht geben zu wollen, dann erweist sich dieses Diplom als Türöffner, als Nachweis für Deine besondere Befähigung.

Wenn jedoch ein Diplom immer ausgehändigt würde, egal, wie gut oder verbesserungswürdig das Ergebnis der Prüfung gewesen sein mag, dann hat es keinen Wert mehr. Dann nämlich würde sich unter den Hula-Tänzern sehr schnell herumsprechen, dass in der Hulaschule von Gabriele Kalehua jeder ein Diplom geschenkt bekommen würde. Der Prüfling mit guten Leistungen würde seine eigene Leistung im Vergleich zu der möglicherweise nicht ausreichenden Leistung seines Mitprüflings als nicht mehr wertig empfinden, enttäuscht sein und nicht wieder kommen. 

Gabriele Kalehua hat deshalb in der Vergangenheit des öfteren auch nur die Teilnahmebescheinung aushändigen können, wenn es ihr menschlich auch schwer viel. Jedoch: Gerade aus diesem Grunde sind Gabriele's Prüfungen wichtig und die ausgestellten Diplome sehr wertvoll, da nicht jeder das Diplom bekommt, falls dargebotene Leistungen für den Augenblick noch nicht ausreichen.

Nicht zuletzt aufgrund dieser anspruchsvollen Abschlussprüfungen sind die Diplome zum lizenzierten Hula-Trainer der Hulaschule "keiki o ka makani" so begehrt. Dies wollen wir auch in Zukunft so handhaben - um ein möglichst hohes tänzerisches und lernpädagogisch wertvolles Hula-Tanz-Niveau zu erhalten. 

Ganz besonderen Wert legen wir auf die Synchronität der Profi-Hula-Trainer bei der Vermittlung der erlernten Hula-Choreografien. Auch wenn sich diese untereinander aufgrund der Teilnahme in zeitlich unterschiedlichen Workshops nicht persönlich kennen. Hierzu dient als Langzeitgedächtnis auch die von uns produzierte Trainings-DVD (Beschreibung weiter oben). Nur dann ist garantiert, dass wir aufgrund der häufigen Anfragen von Veranstaltern und Künstleragenturen die Hula-Tänzer/innen als Gruppe zusammenstellen und für große Showauftritte vermitteln können, so wie für einen Auftritt vor über 15.000 Zuschauern im Münchener Olympiastadion anlässlich eines Riesen-Marathon-Events.

Eine weitere Frage, die häufiger gestellt wurde, lautet:
Kann man denn nach nur einer Woche Hula-Tanz-Unterricht wirklich den echten hawaiianischen Hula tanzen? Und - noch viel wichtiger: Kann man dann schon selbst den Hula unterrichten?

Die Antwort lautet: "ja und nein!"
"Nein" - denn die Hula-Ausbildung ist eigentlich nie beendet -Hula wird das ganze Leben lang gelernt und getanzt. Eine Woche Tanzunterricht kann deshalb nur ein erster Anfang, ein erster Schritt sein. Deshalb hat Gabriele Kalehua derzeit fünf Ausbildungsstufen entwickelt. Pro Jahr ist eine Ausbildungsstufe vorgesehen - wer möchte, talentiert ist und für den Hula "brennt", kann selbstverständlich das Ausbildungstempo auch beschleunigen, indem er zwei oder gar drei Ausbildungs-Level pro Jahr absolviert. Nach der jeweiligen Ausbildungswoche soll der vermittelte Lerninhalt - auch mithilfe der Trainings-DVD - in aller Ruhe vertieft werden. Gegebenenfalls sollten weitere Wochenend-Workshops besucht werden, um immer wieder auch die Basis-Arbeit zu verbessern, neue, schöne Choreografien zu erlernen und vor allem die Zeit bis zum nächsten Profi-Workshop zu verkürzen.
"Ja" - denn unsere Teilnehmer/innen bringen oft fundierte tänzerische Vorbildungen, z.B. im orientalischen Tanz oder als Tanzpädagoge - mit. Viele unterrichten bereits erfolgreich andere Tanzstile und können die neuen Hula-Tanz-Bewegungen schnell umsetzen.
Daher befürworten und unterstützen wir es, dass diese Teilnehmer/innen selbst Hula-Kurse anbieten, sobald sie sich selbst dafür bereit fühlen.
Begeisterungsfähigkeit, Liebe und ein Feuer, das in einem brennt, sind schließlich die besten Lehrmeister.
Deshalb unterstützen wir auch mit verschiedenen Marketingmaßnahmen jeden, der den "Spirit of Aloha" versteht und in diesem Sinne Hula-Kurse anbietet und somit zur Verbreitung der wunderschönen hawaiianischen Kultur beitragen möchte.
Die in der 1. Ausbildungswoche vermittelten Lerninhalte reichen aus, um etwa ein Jahr lang Anfänger unterrichten zu können.

Kommen wir zurück zu unserem letzten, dem Prüfungstag. Nachdem alle ihr Können und das Erlernte gezeigt haben, bespricht Gabriele Kalehua mit jedem Einzelnen und unter Ausschluss der anderen Teilnehmer ganz persönlich das Prüfungsergebnis - weist auf Stärken, aber auch auf Schwächen hin. Reicht die dargebotene Leistung aus - auch unter Berücksichtung der in der ganzen Woche gezeigten Leistung - so überreicht Gabriele das Abschluß-Diplom - andernfalls das Teilnahmezertifikat. Im Nebenraum, wo alle auf das Ergebnis warten, steigt inzwischen die Spannung. Wer hat bestanden - wer darf ggf. die Prüfung wiederholen. Der letzte Prüfling tritt ein, reißt die Arme hoch und jubelt - Gratulation - auch dieser hat es geschafft. Der von uns bereitgestellte und gekühlte Sekt wird geöffnet - es wird angestoßen nicht nur auf eine gute Prüfung und eine schöne, einzigartige Woche, sondern auch auf die vielen Freundschaften, die entstanden sind. Längst schon sind die mitgereisten Partner ebenfalls anwesend, wollen dabei sein in der Freude.

Viele nutzen die Gelegenheit, noch ein paar Tage am Bodensee zu bleiben - nicht direkt nach Hause fahren - nicht gleich in den Alltag eintauchen. Besser dieses wunderbar leichte "Ich-habe-es-geschafft"-Gefühl auskosten - konservieren - noch etwas länger beim verträumten Spaziergang am Seeufer fühlen. "Ich habe es geschafft". Ein neuer Abschnitt beginnt. Wann beginnt mein eigener von mir geleiteter Hula-Tanz-Kurs? Wann darf ich einmal Hawaii persönlich kennenlernen - wann ist der nächste Hula-Aufbaukurs - der Profi-Hula-Kurs 2. Grad?

Wir freuen uns - ja wir freuen uns - so viele glückliche Menschen um uns zu haben - zu einer großen, ständig wachsenden Hula-Familie, der ohana, dazuzugehören im Spirit of Aloha. 

Wir freuen uns darauf, bald wieder weiteren wertvollen Menschen die hawaiianische Kultur und diesen so wunderschönen Hula-Tanz näher bringen zu dürfen.

Im Jahr 2008 habt ihr noch dreimal Gelegenheit dazu, ebenfalls eine Hula-Trainer-Ausbildung zu absolvieren. Dabei sind tänzerischen Vorkenntnisse von Vorteil aber nicht unbedingt notwendig. Jeder ist herzlich eingeladen, der Rhythmus-Gefühl und viel Aloha im Herzen besitzt. Egal, ob Du gleich nach der Ausbildung Deine eigene Hula-Tanzgruppe leiten möchtest oder einfach nur eine ganze Woche intensiv in den Hula-Tanz und nur für Dich ganz privat eintauchen möchtest. Jeder von Euch wird von uns dort abgeholt, wo er steht. Freue Dich auf eine der schönsten und außergewöhnlichsten Woche Deines Lebens.

Termine im Jahr 2008:
-->>> Samstag, 21.06. - Freitag, 27.06.2008
-->>> Sonntag, 28.09. - Samstag, 04.10.2008
-->>> Sonntag, 16.11. - Samstag, 22.11.2008
letzter Workshop in 2008

Was uns bisherige Teilnehmer geschrieben haben, das lest Ihr auf dieser Seite...

Hier eine kleine Auswahl an Videoclips aus den vergangenen Profi-Workshops zum Einstimmen und Vorfreuen:

| Video-Clip vom 1. Profi-Workshop 1. Grad -"Basic" im August 2004 |
|
Video-Clip vom 2. Profi-Workshop 1. Grad - "Basic" im September 2004 | 
| Video-Clip vom 3. Profi-Workshop 1. Grad - "Basic" im März 2005 | 
| Video-Clip vom 4. Profi-Workshop 1. Grad - "Basic" im Mai 2005 | in DSL-Qualität |
| Video-Clip vom 1. Profi-Workshop 2. Grad im März 2005 |

Hier geht es zur unverbindlichen Online-Anfrage...

Euer Keo Lanakila


Infos zu allen weiteren Hula-Workshops und Events findest Du hier... 

Aloha nui loa.

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Keo Lanakila

 

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